Jan Sledz
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Szenisches Lesen
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Videoprojektion 6:39 min, 2003
work in progress

Auf einer Projektion mit 42 Bildern laufen simultan alle nach streng dramaturgischen Gesichtspunkten ausgewählten Einzelszenen des Films »Terminator« von James Cameron ab. Die längsten Szenen sind in der Mitte der Projektion angeordnet, nach außen hin nimmt ihre Spieldauer ab. Wenn die Szenen ausgespielt sind, wird das Fenster, in dem sie laufen weiß. Innerhalb dieser Anordnung habe ich mir einige Inkonsequenzen vorbehalten, um den Gesamteindruck der Arbeit zu ästhetisieren. Sinn dieser Manipulation war es, einen Spannungsbogen aufzubauen und die Arbeit insgesamt stärker sinnlich erfahrbar zu machen.

Jede Szene wird in ihrer gesamten Länge gezeigt, parallel dazu läuft der Originalton der Darstellungen. Mit dem Ende der einzelnen Szenen verstummt auch der Ton. Kurioserweise ist der Abspann der mit Abstand längste Bestandteil des Films – er bleibt im letzten Fenster stehen.

Der weiße Hintergrund der Projektion kann als Lichttisch gelesen werden, auf dem der Fotograf seines Negative sichtet und ordnet. Gleichzeitig schafft das Weiß eine neutrale Projektionsfläche.

Ich plane, die Arbeit mit einem anderen Film fortzusetzen. Eine mögliche Option wäre »Terminator 2« als Ausgangsmaterial der neuen Arbeit. »Terminator 2« – auch ein Film von James Cameron – nimmt das Zukunftsszenario und die philosophischen Ansätze des Vorgängerfilms nur rudimentär auf. Die Ideen im zweiten Teil sind keine neuen, die visuellen Effekte und Action-Elemente hingegen schon. Zwischen beiden Filmen liegen in etwa zehn Jahre.

Die Fortsetzung meiner Arbeit soll in der Ausstellungssituation gemeinsam mit der ersten gezeigt werden, um die Aussage der Projektion ins Folgende zu verdichten: In anderen Arbeiten von mir interessiert mich das gefilmte Bild, also das Foto in einer zeitlichen Ausdehnung. Analog arbeite ich mit »Szenisches Lesen« an der zeitlichen Tiefenachse der Bilder. Jedes Einzelbild der Projektion wird um die Zeitdauer gestreckt, die zwischen beiden »Terminator«-Filmen liegt.

Als Ausgangsmaterial für die Projektion fiel meine Wahl auf den »Terminator«-Film, weil er als herausragender Vertreter seines Genres stilbildend wurde.

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