Jan Sledz
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NULLEINS, DIE LEIPZIGER SCHULE
NULLEINS, DIE LEIPZIGER SCHULE
NULLEINS, DIE LEIPZIGER SCHULE

Augustusplatz Leipzig, 2002
Sparkassenlogo, mobiles Stromaggregat, Gravur
Ausstellungskatalog/Künstlerbuch, Leipzig, 2003
Offsetdruck, 72 Seiten, Auflage: 300

Die großzügig zur Verfügung gestellte finanzielle Unterstützung der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig war Ausgangspunkt einer künstlerischen Arbeit in Kooperation mit Joachim Blank und weiteren Künstlern.

Ein selbstleuchtendes Sparkassen-Logo wurde an der Betonrückwand des Ausstellungsraumes angebracht. Dieses wurde, da keine eigene Stromversorgung bestand, von einem Diesel-Aggregat betrieben. Am Eröffnungsabend wurde das Aggregat mit Treibstoff für vier Stunden Betrieb ausgestattet. Die Vernissage endete mit dem Erlöschen des Sparkassen-Logos. Die beabsichtigte Raumwirkung speiste sich aus einer exponierten Stellung des leuchtenden Logos im ansonsten leeren Raum und der akustischen Allgegenwart des arbeitenden Strom-Aggregats. Nach der Ausstellung ging das verwendete Sparkassen-Logo, das in einer Edition 1/1 erschien, durch eine Schenkung in den Besitz der Medienstiftung über.

Die Arbeit beschreibt als symbolische Handlung den direktesten Weg von Kunst in der Wertschöpfungskette des Kunstmarkts. Sie hinterfragt auf unterschiedlichen Ebenen die Autonomie von Kunst im 21. Jahrhundert.

»Das vorliegende Buch ist Teil eines Projekts im Studiengang Medienkunst der Leipziger Kunsthochschule (HGB) im Zeitraum von 2002 bis 2003.
Ausgangspunkt für die Ausrichtung dieses Projekts war die Bereitschaft der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig die Projektarbeit des Studiengang Medienkunst mit Finanz- und Arbeitsmitteln zu fördern.
Beim ersten Treffen im Dachgeschoss der Villa Ida, dem Sitz der Medienstiftung, wurde innerhalb der Projektgruppe die komfortable Situation, welche die mäzenatische Geste der Stiftung ermöglichte, diskutiert. Auch wenn es nie eine Einmischung der Förderer in die Projektarbeit gab, so setzte sich die Gruppe von Anbeginn mit der Erwartungshaltung einer solchen Partnerschaft auseinander:
Wie ist das Verhältnis von Geben und Nehmen verteilt? Wo liegen die Berührungspunkte zwischen Förderer und Geförderten?
Dies führte zu grundsätzlichen Fragen nach dem Verhältnis von Kunst und ihren ökonomischen Rahmenbedingungen sowie der künstlerischen Autonomie. Unter diesen Voraussetzungen richtete sich der Fokus auf die Sparkasse Leipzig selbst in ihrer Rolle als wichtiger Kunstförderer und -sammler in der Leipziger Region.
Im Namen der Projektgruppe bedanke ich mich bei Hans-Jürgen Hafner für die Vermittlungsarbeit und seinen Textbeitrag in diesem Buch, sowieStephan Seeger, dem geschäftsführenden Vorstand der Medienstiftung, für die freundliche Kooperation.«
Prof. Joachim Blank

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